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TURNAROUND Volkswagen: VW hat möglicherweise kein Personalproblem. VW hat ein Komplexitätsproblem.

  • Writer: Stephan Strauss
    Stephan Strauss
  • Jul 16
  • 1 min read

In Ergänzung zu meinem nachstehenden Post vom Montag:


Anstatt über die Entlassung von 100.000 Menschen zu diskutieren, sollte sich VW endlich mal selbstkritisch mit seiner vollkommen überbordenden Komplexität auseinandersetzen und folgendes in Angriff nehmen:


1. Hierarchien halbieren:

Weniger Führungsebenen, kürzere Entscheidungswege, mehr Verantwortung an der Wertschöpfung.


2. Marken- und Plattformkomplexität radikal reduzieren:

Weniger Varianten, weniger Doppelarbeit, mehr Standardisierung über den Konzern hinweg.


3. Verwaltung und Gremien verschlanken:

Jede Funktion, jedes Reporting, jedes Steering Committee auf den Prüfstand.


4. Werke zu Mobilitäts- und Produktionsplattformen öffnen:

Freie Kapazitäten für Partner, Zulieferer oder sogar Wettbewerber nutzen statt stillzulegen.


5. Vom Autobauer zum Mobilitäts- und Softwareunternehmen transformieren:

Weniger Fokus auf Stückzahlen, mehr Fokus auf Software, Daten, Services und autonome Mobilität.


Ich glaube, die entscheidende Frage lautet nicht: Wie viele Menschen müssen gehen?

Sondern: Wie viel organisatorische Komplexität muss verschwinden?


 
 
 

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