Die gefährlichste Entscheidung eines CEOs wird fast nie bewusst getroffen.Sie lautet: "Lass uns weitermachen wie bisher."

Nicht, weil niemand Veränderung will. Sondern weil jede Organisation eine eigene Entscheidungslogik entwickelt.
Sie bestimmt,
- welche Informationen ernst genommen werden,
- welche Risiken verdrängt werden,
- welche Fragen gestellt werden,
- und welche Antworten als vernünftig gelten.
Das Problem:
Diese Logik entsteht aus den Erfolgen der Vergangenheit.
Der Markt interessiert sich aber nicht für unsere Vergangenheit.
Er belohnt nur unsere Fähigkeit, uns an seine Gegenwart anzupassen.
Deshalb scheitern Unternehmen selten an mangelnder Intelligenz.
Sie scheitern daran, dass sie immer intelligenter dieselbe Realität erklären.
Bis diese Realität nicht mehr existiert.
Die entscheidende Führungsfrage lautet deshalb für mich nicht:
"Was sollen wir entscheiden?"
Sondern:
"Welche Annahmen über unseren Markt halten wir noch für wahr – obwohl sie längst nicht mehr stimmen?"
Denn jede strategische Entscheidung ist nur so gut wie die Annahmen, auf denen sie basiert.
Vielleicht ist deshalb die wichtigste Aufgabe eines CEOs heute nicht, Entscheidungen zu treffen. Sondern die Entscheidungslogik seines Unternehmens immer wieder zu hinterfragen.

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